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1 Kommentar 10.1.08 23:41, kommentieren

Happy Birthday, Günther Crauser!

Die offizielle Homepage des 1.FC Saarbrücken vermeldet heute stolz auf der Startseite:

"Happy Birthday, Günther Crauser!

Der 1. FC Saarbrücken gratuliert seinem Aufsichtsratsmitglied, Herrn Rechtsanwalt Günter Crauser, der heute seinen 76. Geburtstag feiert, aufs Herzlichste. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, viel Glück und Gesundheit!  "

A-Blogg schließt sich diesen Wünschen selbstverständlich an. Aber war da nicht noch was ? Ja, genau, fast vergessen, da steht doch noch eine andere Kurzmitteilung

auf der Startseite. Dort ist zu lesen, dass Manager Wolfgang Loos nach einem "konstruktiven" (Zitat FCS-HP) Gespräch mit Präsident Horst Hinschberger von eben jenem entlassen wurde. Diese Meldung ist dem FCS immerhin inklusive Überschrift stolze 4 Zeilen wert und kommt damit fast schon an den 5 zeiligen Geburtstagsgruß heran.

Nachdem ich in einer ersten Panikreaktion hastig meinen Kalender studierte, nur um zu dem Ergebnis zu kommen, dass wirklich unter keinen Umständen heute der erste April ist, glaubte ich zunächst an einen Hackerangriff auf die FCS- Seite. Das hätte auch meinen miserablen Punktestand beim offiziellen FCS-Tippspiel erklärt. Mit der Zeit wurde ich wieder klarer und fand mich damit ab, dass sich bei meinem geliebten Traditionsverein - Tradition haben hier vor allem Skandale und Klüngeleien- nichts gehändert habe. Doch während ich mir schon anspruchsvolle Wortspiele wie "Nix mehr Loos in Saarbrücken?", "Ohne Moos nix Loos " , "Kein gutes Loos für den FC"  überlegte, da kam mir die Erkenntnis:

Wir haben es hier wohl mit dem intelligentesten Schachzug seit dem Bau des trojanischen Pferdes zu tun! Das traditionell unruhige Saarbrücker Umfeld beginnt sich nach dem überraschenden Sieg gegen Bad Kreuznach gerade wieder leicht besänftigt zu geben; doch die Niederlagenserie zuvor hat gezeigt, wie schnell einige Fans und alt bekannte Heckenschützen -die gerne auf PARKbänken sitzen, um ihre Waffen hinter aufgeschlagenen Lokalzeitungen versteckt hervorziehen zu können- bei Misserfolgen ihre Wut bzw. kriminelle Energie auf Verantwortliche in Führungspositionen konzentrieren. Um Manager Loos, der sich noch vor kurzem im SR-Fernsehen bravorös geschlagen hatte, in Zukunft vor solchen sinnfreien Reaktionen des Umfeldes zu bewahren, erklärt man der Öffentlichkeit kurzerhand dessen Entlassung. In Wahrheit aber wird er unter anderem Namen weiterhin als Beschäftiger des FCS tätig sein und diesmal in aller Ruhe seinem Job nachgehen können und seine Visionen verwirklichen. Ein solcher Plan kostet natürlich jede Menge Kreativität, und so ist es kein Wunder, dass die Pressemitteilung dementsprechend kurz ausgefallen ist. Einen kleinen Hinweis auf diesen Plan gibt sie dennoch, denn seit wann entlässt man einen Mitarbeiter, wenn man mit ihm über Stunden ein "konstruktives" (= aufbauend, förderlich, produktiv) Gespräch führt? Ähnlich wird es demnächst dann auch mit Trainer Krüger laufen, aber wir Fans wissen es dann ja besser, also einfach Ruhe bewahren, nichts ist so wie es scheint.

Und so bleibt abschließend nur noch zu sagen: Happy Birthday, Günther Crauser! 

1 Kommentar 12.12.07 16:46, kommentieren

Mindestlöhne und die Folgen

Nachdem der Mindestlohn für Postzusteller nun auf festen Beinen steht, kündigte die PIN-AG, potentieller Konkurrent der Deutschen Post, Massenentlassungen an; an die 1000 Jobs sollen demnach gefährdet sein. Die Gewerkschaften üben bereits Kritik an diesem harschen Vorgehen und greifen auch die weiterhin horrenden Gehälter der sogenannten "Top-Manager" an. Auch für andere Branchen wird weiterhin an der Mindestlohnforderung festgehalten.

Auch der Bereich des Profi-Sports könnte zum Feld für Mindestlohnforderungen werden. Noch bevor hier Forderungen konkret auf dem Tisch liegen, reagieren die ersten Verantwortlichen leider ähnlich dünnhäutig wie ihre Kollegen aus der Wirtschaft. So kündigte Top-Manager Wolfgang Loos vom Amateur Profi-Club 1.FC Saarbrücken in einer großen deutschen Tageszeitung, die sich in der Regel durch gut recherchierte Beiträge auszeichnet, bereits an, man werde "einigen Spielern ans Herz legen, uns rasch zu verlassen."

Ob es sich hierbei um einen notwendigen Schritt handelt, den finanziell ohnehin klammen Verein zu retten, bevor Mindestlohnforderungen den völligen Ruin bringen, oder ob mit dieser Maßnahme nur ein weiteres Mal versucht wird, unangemessen hohe Gehälter im Management zu gewährleisten, BILDen sie sich selbst eine Meinung!

Erstes Opfer dieses rigorosen Durchgreifens ist der talentierte Saarbrücker Spieler Tim Schwartz, der mit sofortiger Wirkung scheinbar suspendiert wurde. Er trainiert vorläufig im Verbandsliga-Team. An diesem Beispiel zeigt sich deutlich, mit welcher Cleverness man auf Seiten des FCS agiert. Während die PIN-AG großspurig ihre Entlassungspläne in die breite Öffentlichkeit herausträgt, werden hier Spieler erstmal nicht "gefeuert" (Zitat der großen Zeitung, der hier ausnahmsweise ein Fehler in der Überschrift unterlaufen ist), sondern durch systematisches Mobbing, in diesem Fall unbegründete Suspendierung, zu einer Kündigung getrieben.

Schwartz beschwerte sich schon mehrfach während der aktuellen Saison bei seinem Spielerberater über von Teilen der Mannschaft ausgehendes Mobbing gegen ihn. Er sei teilweise während den Spielen dazu aufgefordert worden "zu kämpfen und zu rennen" , man habe ihm sogar mehrfach unaufgefordert den Ball zugespielt, den er dann "natürlich sofort wieder dem Gegner überlassen" habe. Auch für diese Aktionen habe er dann harsche Kritik einstecken müssen, so ein völlig fassungsloser Schwartz.

Wer wird das nächste Opfer der gewerkschaftlichen Mindestlohnforderungen werden? Gerüchten zu Folge ist der Würstchenverkäufer im A-Block ,trotz konstant schwartzer schwarzer Würste, heißer Kandidat für den nächsten Rauswurf.

1 Kommentar 5.12.07 17:41, kommentieren

Über den Tellerrand, Das Interview.

Natürlich geben wir gerne auch anderen, nicht mit A-Blogg! in Verbindung stehenden Personen, Organisationen und Vereinen, die Möglichkeit, sich auf A-Blogg! zu äußern. Den Anfang macht ein Kurzinterview mit dem Gründer der Initiative Pro- A Block! (http://www.pro-a-block.de.vu/), der aus Anonymitätsgründen hier nur mit "A." abgekürzt wird.

Red.:Wie geht es Ihnen?

A.: Ganz gut, ich muss das Spiel gegen Roßbach noch verdauen, aber danke der Nachfrage.

Red: Kommen wir gleich zur Sache. Sie haben vor nicht allzu langer Zeit die Initiative Pro-A Block gegründet, die schnell die Massen gespalten hat. Wie würden sie in einem Satz die Ziele ihrer Initative zusammenfassen?

A.: Lösung des Problems der 2 Fanblöcke durch Etablierung des A-Blockes zum neuen Fanblock im Ludwigspark!

Red: Halten sie das nicht für ein sehr unrealistisches Ziel? Im A-Block steht nun wirklich nicht der Zuschauertypus, der sich am aktiven Unterstützen (Neudeutsch: "supporten" )einer Mannschaft beteiligt.

A.: Oh, da bin ich anderer Meinung. Zu oft werden die Fähigkeiten der A-Block Geher verkannt, wir haben hier ein enormes Aggressions-, aber damit verbunden auch ein starkes Unterstützungspotential. Es würde vermutlich schon genügen, wenn sich eine kleine Gruppe von 10 Mann finden würde, die aktiv einige Anfeuerungsrufe anstimmt, und wir hätten die Leute in kürzester Zeit auf unserer Seite. Gegen Rossbach hatten wir bereits 2 Zaunfahnen, und das an einem kalten, regnerischen Novembertag! Ich würde sagen, das läßt für die Zukunft hoffen.

Red.: Außer dem Aufstellen einer Hausseite (Neudeutsch: Homepage), haben sie noch andere Aktionen geplant, die ihren waghalsigen Plan vorantreiben werden?

A.: Oh ja, wir sondieren derzeit noch die Möglichkeiten, viel Spielraum lassen uns unsere finanziellen Mittel momentan noch nicht, aber ich kann ihnen mit Sicherheit sagen, dass wir in Zukunft verstärkt auf uns aufmerksam machen werden. Wie und in welcher Form, möchte ich auch im Hinblick auf unsere Konkurrenten jetzt noch nicht publik machen.

Red.: Wie sind die bisherigen Rückmeldungen, die sie bekommen? Gerüchten zu Folge sind sie sogar bedroht worden.

A.: Natürlich gibt es hier und da immer ein paar Spinner, die über die Strenge schlagen, aber als eine Person mit einem Projekt, das polarisiert, muss man das aushalten können. Wir sind hier schließlich nicht im Kindergarten und spielen "Ich kann aber lauter und besser singen als du"

Red.: War das gerade ein verdeckter Angriff auf Virage Est und D-Block?

A.(lacht laut): Jetzt haben sie mich aber erwischt!

Red.: Der A-Block ist nicht der einzige Block, der sich für einen vereinten Fanblock eignen würde, welche Vorteile bietet der A-Block beispielsweise gegenüber dem F-Block?

A.: Naja, es ist doch so: Wenn damals tatsächlich nur 300 Spartiaten eine Armee von fast einer Million Persern mehrere Tage lang standgehalten haben, dann haben sie das nur geschafft, weil sie einen perfekten Standort hatten. Nicht anders war es doch 1529 und 1683 mit Wien. Die Wiener waren dem osmanischen Heer zahlenmäßig weit unterlegen, selbst die Mauern der Stadt waren nicht mehr auf dem neuesten Stand. Dennoch ist es den Osmanen nie gelungen, die Stadt zu erobern. Allein an diesen Beispielen zeigt uns die Geschichte deutlich, wie entscheidend der richtige Standort sein kann. Ich meine, stellen sie sich vor, die Astronauten der Apollo 13 hätten gemeldet: "Alabama, wir haben ein Problem!" 

Die hätte doch keiner ernst genommen! Heutzutage ist der Spruch weltbekannt, und das nur, weil Houston nun mal der Standpunkt der NASA ist, und nicht z.B. Alabama. Überhaupt, Alabama, was wissen wir davon schon? Vielleicht wird der ein oder andere es noch auf die Reihe bekommen , Alabama zu den Südstaaten zu zählen, das wars dann aber auch schon. Die Wahl eines Standortes ist von wirklich absolut größter Wichtigkeit, denn nicht nur der Standort selbst, nein, auch sein Name können im Zweifelsfall helfen. Wäre North Dakota so berühmt wenn seine Hauptstadt nicht "Bismarck" hieße ? Ich glaube nicht.

Red.: Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das war es dann auch schon von uns. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg mit ihrer Initiative.

A.: Danke, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. 

11.11.07 00:29, kommentieren