Wormatia Worms - FCS

Tom Cruise, Worms und der FKP

Vorbetrachtungen:

US-Schauspieler Tom Cruise machte in jüngster Zeit auf sich aufmerksam, weil er im Spielfilm "Valkyrie" den Hitler- Attentäter "von Stauffenberg" spielt, und es lange Zeit stark umstritten war, ob Filmaufnahmen im historischen Bendlerblock aufgrund der besonderen Bedeutung erlaubt werden würden oder nicht. Tom Cruise ist unter anderem bekannt durch die Mission: Impossible - Filme ; im dritten Teil, in dem er wieder als Geheimagent Ethan Hunt unterwegs ist, gibt es unter anderem eine Szene, in der Agent Hunt eine extra- angefertigte Maske trägt, die ihn eins zu eins wie seinen Kontrahenten aussehen läßt.

Vor einigen Wochen wurde in der Saarbrücker Zeitung das vermeintliche Prämienprogramm des 1.FC Saarbrücken veröffentlicht, das unter anderem bei Heimsiegen das Auszahlen der Prämie an eine bestimmte Zuschauerzahl koppelt.

Wormatia Worms - 1.FC Saarbrücken 2:0

Und das kam so:

Die Mannschaft, die als womöglich härtester Verfolger der ersten vier Plätze gilt, nämlich der FK Pirmasens, grübelte schon seit einigen Wochen nach einer Lösung, die sie ,trotz ihrer bisher stark schwankenden Leistungen, relativ einfach einen Aufstiegsplatz erreichen lassen wird. Da kam das Saarbrücker Prämien-System gerade recht. Im Prinzip ist es ganz einfach: Den Kern des Plans bildet der Versuch, die Zuschauerzahlen im Ludwigspark auf konstant niedriges Niveau zu bringen. Denn wenn weniger Zuschauer kommen als für die Auszahlung der Prämien angesetzt, wird sich die Motivation der Spieler in Grenzen halten bzw. vielleicht so gar mit der Zeit gegen Null tendieren. Die Folge: Saarbrücken gewinnt kaum noch Heimspiele, veliert mit jedem Spieltag mehr Punkte auf Pirmasens und am Ende steht der FKP auf Platz 4, während für den FCS nur der fünfte Platz bleibt.

Wie aber sollte man es anstellen, dass die Zuschauerzahlen schlagartig rapide sinken?

Die Idee: Saarbrücken muss ein solch mieses Spiel abliefern, dass sich die Zuschauer für längere Zeit nicht mehr in den Park begeben werden.

Die Ausführung: Der Saarbrücker Mannschaftsbus wurde kurz vor Worms unter dem Vorwand, dort stünde eine Gruppe fanatischer Fans, die jedem Spieler 50€ für ein Autogramm zahlen würden, auf einen Autobahnrastplatz gelockt . Dort angekommen, stürmte ein Trupp in Pirmasens stationierter US-Amerikaner den Bus und zwang sämtliche Spieler zum Ausstieg. Aus einem bereits auf dem Parkplatz wartenden Bus kamen nun 22 Kreisliga B- Spieler, deren Bewußtsein durch den Einfluss starker alkoholhaltiger Getränke getrübt war, und nahmen die Plätze der FCS-Spieler ein.

Jetzt blieb nur noch die Aufgabe, das Publikum bloß keinen Verdacht schöpfen zu lassen. An diese Stelle kommt nun Tom Cruise ins Spiel. Denn ähnlich wie in Mission Impossible 3 hatten die Pirmasenser täuschend echt aussehnde Masken der Saarbrücker Spielergesichter anfertigen lassen. Die Technik dazu kam natürlich von den Amerikanern. Mit bisher noch unbekannten Tricks gelang es zudem, die nicht ganz so athletischen Körper der Hobbykicker aussehen zu lassen, als handele es sich um die Körper von Profifussballern.

Am und im Stadion schöpfte Niemand Verdacht, und so konnte das Spiel gegen die Wormser beginnen. Je länger das Spiel dauerte und je schlechter die FC-Spieler- Imitationen spielten, desto stärker wurde die Ahnung, dass auf dem Feld unmöglich die Mannschaft, die den FK Pirmasens mit 6-1 aus dem Stadion geschossen hatte, spielen konnte. Der Argwohn verdichtete sich noch, da die Kreisliga Kicker nicht einen Zweikampf gewannen und eine Torgefahr ausstrahlten, die man in etwa vergleichen kann mit der Gefahr in der Mittagssonne der Wüste zu erfrieren. Erfrieren taten auch die Saarbrücker Supporter, deren Stimmung mit der in der Allianz-Arena konkurrieren konnte.

Zur Halbzeit stand ein 2-0 für die Wormatia zu Buche, welches sie sich gegen die alkoholisierten Feierabend-Fußballer redlich verdient hatte. Auch nach Anpfiff der zweiten 45 Minuten taten diese reichlich wenig und so kann man von Glück sagen, dass es beim 2-0 blieb. Da bisher nur Indizen vorliegen, kann die Poilzei bis dato nichts gegen die dreisten Pirmasenser Schummler unternehmen. Wo die echte Saarbrücker-Elf abgeblieben ist, ist zur Stunde ebenso ungeklärt.

Manager Loos, bei dem , im Gegensatz zum Rest des Managements und Trainergespanns, die bewußtseinsveränderten Drogen nicht wirkten, wollte schon vor Anpfiff zurückschlagen, und erklärte, dass die 16-Meter Räume teilweise zu klein seien, daher wolle man Protest gegen die Spielwertung einlegen. Dieser wird vermutlich ähnlich erfolgreich verlaufen wie die Saarbrücker Proteste beim Pokalspiel gegen Gresaubach.

So bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft, wo immer sie derzeit festgehalten mögen werde, sich bis zur Heimpartie gegen Hasborn befreien kann.

17.11.07 23:50

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